Schlagwort-Archive: Diesel

Falsch: „Aus für Verbrennungsmotoren.“

Falsch: „Aus für Verbrennungsmotoren“

Jörg Urban, Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag, schrieb gestern, am 09.04.2019:

– „Die Grünen wollen alle Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2030 verbieten.“ —

Falsch. In dem Vorschlag geht es darum, ab 2030 keine Neuzulassungen mehr zu erlauben. Um Autos, die bis 2030 zugelassen wurden, also fahren, geht es dabei überhaupt nicht.

— „Jörg Urban, sächsischer AfD-Fraktions- und Parteivorsitzender, erklärt:
Die Grünen lassen endgültig ihre bürgerliche Maske fallen und knüpfen an ihre linksradikale, kommunistische Vergangenheit an. Nach der Enteignung von Wohnungsbesitzern sollen nun auch der Autoindustrie und dem bezahlbaren Individualverkehr der Garaus gemacht werden.“ —

Man könnte „auch“ sagen, die AfD zeigt endgültig, dass sie entweder ein Text-Lese-Verständnisproblem hat oder bewusst falsche Behauptungen aufstellt.

— „Das Aus für Verbrennungsmotoren ist ein weiterer, grüner Baustein für die De-Industrialisierung Deutschlands. Über hunderttausend Jobs werden dadurch in der Autoindustrie wegfallen und das Rückgrat der deutschen Wirtschaft schwer schädigen. Millionen Geringverdiener könnten sich kein Auto mehr leisten und wären, vor allem in den ländlichen Regionen, weitestgehend bewegungsunfähig.“ —

Warum wären diese „bewegungsunfähig“, wenn die dann angemeldeten Autos überhaupt nicht angetastet werden?

— „Das Weltklima kann ohnehin nicht im nationalen Alleingang gerettet werden. Erst recht nicht, wenn Elektroautos weiterhin mit importiertem Kohle- und Atomstrom betankt werden. Weltweit sind 1400 Kohlekraftwerke im Bau – das zeigt die ganze Absurdität der deutschen Klima-Rettungs-Politik.
Es ist verstörend, dass die sächsische CDU mit diesen Umwelt-Extremisten im Freistaat regieren will. Bisher weigert sich die CDU hartnäckig, den Grünen eine klare Absage zu erteilen. Die Sachsen werden diese fatale Entwicklung und den Ausverkauf bürgerlicher Werte genau beobachten.“ —

Nationaler Alleingang?

Norwegen will ab 2025 keine neuen Verbrenner mehr zulassen, China, Dänemark, Island, Indien, Irland, Israel und die Niederlande ab 2030. 2040 wollen Taiwan, das vereinigte Königreich, Frankreich und der Bundesstaat Kalifornien in den USA folgen. Deutschland scheint bis jetzt mit 2050 zu planen, allerdings soll sich auch schon der Bundesrat für 2030 ausgeprochen haben.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/…/klimaschutz-gruene-verbot-ver…

?: „Diesel-Hysterie: falsche EU-Grenzwerte endlich überarbeiten!“

?: „Diesel-Hysterie: falsche EU-Grenzwerte endlich überarbeiten!“

Jörg Urban (Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion Sachsen) schreibt:

– „Auf dem heutigen „Diesel-Gipfel“ treffen sich Bürgermeister aus ganz Deutschland mit Kanzlerin Merkel, um Maßnahmen gegen die drohenden Fahrverbote von Diesel-Fahrzeugen zu diskutieren.
Jörg Urban, AfD-Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher, erklärt:
Die politisch und medial geschürte ‚Diesel-Hysterie‘ nimmt immer groteskere Züge an. Nun sollen sogar mit einer Milliarde Euro Steuergeld Elektrofahrzeuge und –busse subventioniert werden, nur damit die falschen EU-Grenzwerte eingehalten werden können. Was aus dem Diesel-Fahrzeug des Handwerkers oder des Familienvaters wird, scheint die linksgrüne CDU-Kanzlerin nicht zu interessieren – die müssen dann eben Elektrobus fahren oder zur Arbeit laufen.“ –

Falsch. Von der einen Milliarde Euro gehen nur 350 Millionen an „Elektrofahrzeuge und -busse“. Für 150 Millionen € sollen vorhandene Dieselbusse nachgerüstet werden, um schadstoffärmer fahren zu können. Der größte Teil, 500 Millionen €, geht an die Städte, damit diese ihre Verkehrsleitsysteme optimieren, um Stau und Zeit für Parkplatzsuche zu verringern.

– „Wohlgemerkt, die ganze Hysterie um angebliche ‚Diesel-Tote‘ und drohende Fahrverbote ergibt sich nur aus viel zu hoch angesetzten Stickoxid-Grenzwerten der EU. Gelten im Freien 40 Mikrogramm Stickoxid als medizinisch bedenklicher Grenzwert, dürfen absurderweise Angestellte im Büro acht Stunden lang bis zu 60 Mikrogramm ausgesetzt werden. In den USA liegt der Grenzwert im Straßenverkehr sogar zweieinhalb Mal so hoch wie in Deutschland bei 103 Mikrogramm Stickoxid!“ –

Falsch. Allerdings muss man der AfD eins lassen, sie ist absolut fakten- und lernresistent. Wohlgemerkt: Jörg Urban hat schon im September eine Pressemitteilung zu den Grenzwerten für Stickoxide gemacht. Und dabei falsch gelegen. Hier nachzulesen: https://www.facebook.com/399444507065700/photos/a.400532716956879.1073741828.399444507065700/538432243166925/?type=3&theater

Und somit wieder: Nein. Die 60 Mikrogramm, die Urban hier erwähnt, sind eben keine Richtlinie für Angestellte in Büros, sondern die allgemeinen Richtwerte für Luft in Innenräumen. Auch MIK genannt: „Maximale Immissions-Konzentration“.

Dieser Wert gilt heute aber als veraltet. Weswegen die 40 Mikrogramm und 60 Mikrogramm-Angabe harmonisiert werden soll. Das Umweltbundesamt schreibt: „ Aufgrund des EU-Grenzwertes für die Außenluft von 40 µg/m³ im Jahresmittel und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse strebt der Ausschuss für Innenraumrichtwerte AIR die Aktualisierung der Bewertung für Stickstoffdioxid im Innenraum an.“

Urban dürfte das übrigens genau wissen, als ehemaliger Geschäftsführer der grünen Liga in Sachsen. Das macht es umso perfider.

– „Hinter dem Kreuzzug gegen den Diesel stecken massive politische und wirtschaftliche Lobbyinteressen von den Grünen bis zu Herstellern von Elektroautos. Die AfD fordert, die EU-Grenzwerte zu überarbeiten und die Bürger vor ausuferndem Lobbyismus zu schützen.“ –

Mal nebenbei. Wenn die Grünen und die Hersteller von Elektroautos „massive Lobbyinteressen“ haben, was haben dann eigentlich die AfD und die Hersteller von Verbrennungsmotoren?

Falsch: „Verbraucher werden Leidtragende der Mobilitätswende sein“

Falsch: „Verbraucher werden Leidtragende der Mobilitätswende sein“

– „Auf der diesjährigen Internationalen Autoausstellung (IAA) in Frankfurt/ M. soll die elektrische Mobilitätswende eingeläutet werden. Alle großen Autohersteller wollen den Kunden nun verstärkt Elektroautos anbieten.

Dazu erklärt der umweltpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jörg Urban:Auch wenn etablierte Parteien, Medien und Autokonzerne es gern verschweigen – das Elektroauto hat eine deutlich schlechtere Öko-Bilanz als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Allein die Herstellung der Batterien erfordert einen so enormen Energie- und Produktionsaufwand, dass die Batterie acht Jahre genutzt werden muss, nur um das bei der Herstellung entstandene CO2 auszugleichen. Ob die Batterien überhaupt acht Jahre durchhalten, bleibt fraglich.“ –

Die Behauptung, dass die Herstellung von Akkus für E-Autos, CO2 in Größenordnungen von 8 Jahren Verbrennungsmotoren freisetzt, hat Anfang Juli schon Urbans Kollegin Silke Grimm bemüht. (https://www.facebook.com/399444507065700/photos/a.400532716956879.1073741828.399444507065700/507410472935769/?type=3&theater).

Dabei wird sich auf eine schwedische Studie bezogen.
Das Problem dabei, damals wie heute: Es ist absoluter Quatsch.

Wir zitieren uns selber:

„Eines der Hauptprobleme der Studie: Sie sagt, dass praktisch kein CO2 notwendig ist, für die Gewinnung, die Veredelung und den Transport von Diesel bis zur Tankstelle, genauer: in den Tank des Diesel-Autos. Weiterhin wird auch für die Herstellung von Diesel-Motoren und deren Teile kein CO2-Verbrauch veranschlagt.

Umgekehrt sagt die Studie, dass Teslas Batterien zu 50% mit fossiler Energie hergestellt werden. Während Tesla seit längerem damit wirbt, ihre Batterien vollständig aus erneuerbarer Energie herzustellen.“

– „Absurd wird die Idee vom ‚Öko-Auto‘, wenn es mit Kohlestrom betankt oder für sogenannte ‚Öko-Energie‘ ganz Deutschland flächendeckend mit Windrädern zugepflastert wird. Zudem werden große Mengen Kobalt und Lithium benötigt, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in Afrika gefördert werden – die schmutzige Bilanz des Elektroautos exportiert man stillschweigend in die dritte Welt.“ –

Was so für Kobalt stimmt, ist falsch für Lithium. Zu den fünf wichtigsten Produzenten von Lithium, gehört kein einziges afrikanisches Land.

– „Den Autokonzernen ist es egal, ob sie Elektroauto oder Verbrennungsmotoren verkaufen – die freuen sich über eine Verkürzung der Lebensdauer ihrer Produkte durch die Politik. Leidtragende von Diesel-Hysterie und Elektro-Wahn werden die Verbraucher sein, die möglicherweise ihre Autos stilllegen und überteuerte Elektroautos kaufen müssen. Diese bürgerfeindliche Politik lehnt die AfD ab. Wir sagen erst ja zum Elektroauto, wenn es ohne Subventionen genauso wirtschaftlich betrieben werden kann, wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.“ –

Wir empfehlen der AfD und Jörg Urban ganz dringend, mal nach „Subventionen“ und „deutsche Autobranche“ zu googlen. Die Automobilindustrie mag ja vieles sein, aber sicher nicht subventionsfrei und ist das so auch nie gewesen. Ob nun elektrisch oder nicht.