?: „Demnächst Waffenkontrollen?“

?: „Demnächst Waffenkontrollen?“

Die AfD-Sachsen schreibt:

– „Im Jahr 2016 gab es an sächsischen Schulen 102 Fälle von schwerer Körperverletzung – häufig in Verbindung mit Messerstechereien.“ —

Der erste Satz stammt noch, wenn auch umgestellt, aus dem, ebenfalls von der AfD verlinkten, MDR-Artikel. (https://www.mdr.de/nachrichten/politik/regional/was-tun-schulen-gegen-gewalt-100.html)
Den zweiten Satz hat die AfD Sachsen dazu geschrieben. Allerdings, wie so oft, ohne Beleg.

– „Jetzt werden Rufe nach mehr Sozialarbeitern laut“ –

Der einzige, der, und das offenbar auf Nachfrage, mehr Sozialarbeiter für Schulen (und nicht nur für sächsische) fordert, ist der sächsische Landesschülersprecher. Was das mit lautem Rufen zu tun hat, sei mal dahingestellt.

– „und es wird sogar über Waffenkontrollen nachgedacht“ –

Der Einzige, der über solche Kontrollen nachdenkt, ist der MDR. Im Artikel werden diese, von allen genannten Protagonisten, als unnötig abgelehnt. Interessant ist, dass die AfD als politische Partei ja nun dazu Stellung beziehen könnte. Das tut sie aber nicht und veröffentlicht statt dessen eine Art Kommentar zum Artikel.

– „Die Innere Sicherheit erodiert und vor allem unsere Frauen und Kinder sind die Leidtragenden. Anstatt Grenzschutz gibt es jetzt vermehrt Sicherheitskontrollen und schwer bewaffnete Polizisten im Land selbst.“ —

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

– „Sollen als nächstes auch Waffenkontrollen an Schulen folgen?“ –

Nein, offensichtlich nicht. Das steht ja in dem Artikel, aus dem die AfD zitiert und immer noch kommentiert.

– „Wer kann unter diesen Umständen noch ruhigen Gewissens feiern oder seine Kinder zur Schule schicken? Wir fordern eine 180 Grad Kehrtwende dieser katastrophalen Asylpolitik!“ –

Was hat die aktuelle Asylpolitik mit Körperverletzungen an Sachsens Schulen zu tun?

Wenn es um eben diese Zahlen (gefährliche und schwere Körperverletzung) geht, sieht es übrigens so aus:

2016: 102
2015: 96
2014: 84
2013: 114
2012: 108

Und eigentlich spricht das (leider) für sich selbst.